Sonntag, 27. Januar 2008

Berufung Goldhamster


Mesocricetus auratus ist keine Krankheit sondern der Goldhamster. Ich hatte auch mal einen, zur Zeit der Grundschule und er hieß Nenny. Zur Zeit erzähl ich Mia vor dem schlafengehen Hamster -Nenny Geschichten, ihr scheinen die Geschichten zu gefallen, weil sie letztens meinte sie fände es schöner wenn ihre kleine Schwester anstelle Nele Nenny heißen würde.
In letzter Zeit beschäftigen mich wieder die gleichen Fragen wie so oft in den letzten 4 Jahren. Was ist meine Berufung, wo will Gott mich haben, was sind meine Gaben und wie setze ich sie richtig ein. Wie bleibt man trotz Mamasein am Ball und verkümmert geistlich nicht.
Gott hat dem Hamster 4 Füße gegeben und einen Drang zum Laufen, da er Kilometer in der Nacht bei der Futtersuche zurücklegt. Und wir können ihm diesen Auslauf nicht geben und stellen ihm einfach ein Rad in den Käfig, das wenn es zu klein ist Haltungsschäden hervorbringt.
Ich weiß das Gott mir Gaben, eine Berufung.. gegeben hat damit ich sie benutze, lebe und nicht in meinem Alltagsrädchen Haltungsschäden entwickele. Ich habe nur noch nicht herausgefunden das hinzubekommen, mich vom Alltagstrott und Mamasein trotzdem danach auszustrecken. Meine Mama meinte das ihr das Problem bekannt wäre, sie hätte Jahre lang nicht vernünftig Zeit zur "stillen Zeit" gehabt oder in Ruhe eine Predigt angehört. Super, sehr ermutigend. Ein Dorf weiter wohnt eine Mutter mit 16 Kindern.. ja richtig gelesen. Berufung: Mutter, die Frage wäre schon geklärt aber wie schafft sie es geistlich nicht zu verkümmern. Ich habe mir vorgenommen sie anzurufen und sie zu Fragen. Vielleicht sagen manche jetzt :vielleicht hast du zu hohe Erwartungen an Dich selbst oder deine Zeit kommt sicherlich später. Mmmmh.. ich weiß nicht, nicht gerade befriedigend. Zum Beispiel gerade eben.. ich mochte im Blog schreiben, alle paar Minuten kommt Mia rein :"Hast Du Onkel Michael gesehen?" "Nö!" "Mama hast Du Onkel Micha... "Nö". Soll ich ihr die Wahrheit sagen? "Onkel Michael sitzt unter dem Schreibtisch und versteckt sich vor Dir weil er keinen Bock hat mit dir zu spielen." Nein die Wahrheit wäre zu hart. :-) Also sage ich :"nö!" Das man für bestimmte Dinge keine Zeit mehr hat verstehe ich, wie zum Beispiel duschen und dann keine Freunde mehr hat, verstehe ích auch :-) , ne das alles mein ich nicht. Und trotzdem, man fühlt sich wie in der Warteschleife oder der Ersatzbank. Ich habe ein paar Ideen und auch schon einige Aha- Erlebnisse gehabt, aber das Gefühl in einem Rädchen zu laufen und meine Berufung eigentlich auf dem Kornfeld zu haben ist noch nicht ganz weg.
Mal was ganz anderes blog ist manchmal wie Therapie... Wenn ihr ein paar Erkenntnisse habt die hilfreich sind ,wäre ich dankbar, aber bitte keine wie :"du wärst die richtige für Sonntagsschule." Bye schwester esther

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